Mallorca mit Kindern: Wohin, welche Region, Hotel & Ausflüge? Unser Familienurlaub auf den Balearen

Mallorca Playa de Muro bei Sonnenuntergang

Mallorca gehört wohl zu den bekanntesten Familienreisezielen überhaupt und trotzdem hatten wir vor unserem Urlaub noch einige Fragen: Welche Gegend eignet sich mit Kleinkind? Braucht man einen Mietwagen? Welche Strände sind wirklich familienfreundlich und wie viel lässt sich in zwei Wochen entspannt unterbringen?

Wir waren im Juni 2025 für zwei Wochen auf Mallorca und haben die Reise mit unserem zweijährigen Nachwuchs gemacht. Für diesen war es der erste Flug überhaupt und wir waren gespannt, wie der Flug verlaufen wird 😀 Unser erster gemeinsamer Urlaub, die Dänemark-Rundreise, verlief zumindest schon einmal ohne Probleme.

Unsere Basis war die Playa de Muro im Norden der Insel, wo wir im Grupotel Los Príncipes & Spa übernachtet haben.

Knapp die Hälfte des Urlaubs nutzten wir bewusst zur Erholung am Hotel und Strand. Für eine Woche hatten wir zusätzlich einen Mietwagen und erkundeten damit unter anderem Palma, Sóller, Valldemossa, Alcúdia, Pollença, Cap Formentor sowie verschiedene Strände.

In diesem Reisebericht zeigen wir dir, wie wir Mallorca mit Kleinkind erlebt haben, welche Ausflugsziele uns gefallen haben, welche Strände sich für Familien eignen und was wir zu Hotel, Mietwagen und Kosten sagen können.

Mallorca mit Kleinkind – Unsere Reise auf einen Blick

  • Aufenthalt: 14 Nächte
  • Reisezeit: Juni 2025
  • Anreise: Pauschalreise mit Flug
  • Unterwegs als: Familie mit Kleinkind
  • Unterkunft: Grupotel Los Príncipes & Spa an der Playa de Muro (Halbpension)
  • Unser Eindruck: abwechslungsreich, familienfreundlich und ideal für die Mischung aus Strandurlaub und Inselerkundung

Kurzfazit

Für uns war Mallorca mit Kleinkind eine sehr gelungene Mischung aus Erholung und Ausflügen. Durch die Lage an der Playa de Muro konnten wir viele Tage ganz entspannt am Strand oder im Hotel verbringen und gleichzeitig mit dem Mietwagen verschiedene Ecken der Insel kennenlernen.

Die zwei Wochen haben sich dafür sehr gut angefühlt: genug Zeit für Palma, Sóller, Valldemossa, Alcúdia, Pollença und verschiedene Strände. Gleichzeitig aber auch genug Luft, um nicht jeden Tag unterwegs sein zu müssen.

Unsere Pauschalreise kostete insgesamt 4.346 Euro. Den Mietwagen hatten wir zusätzlich für eine Woche gebucht, um die Insel flexibler erkunden zu können.

Unser Hotel auf Mallorca: Grupotel Los Príncipes & Spa

Unsere Unterkunft für die zwei Wochen war das Grupotel Los Príncipes & Spa direkt an der Playa de Muro. Ausschlaggebend war für uns vor allem die Lage: Strand mit flachem Eingang zum Meer direkt vor der Tür, gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Norden und mit dem Mietwagen auch in andere Teile Mallorcas.

Grupotel Los Príncipes Spa – Unser Familienzimmer / -bungalow
Der Wohnbereich mit Küchenzeile (rechts außerhalb des Bildes) im Familienbungalow

Gebucht hatten wir ein geräumiges Familienzimmer direkt am Pool. Neben dem Schlafbereich gab es einen größeren Wohnbereich, eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank und einen Balkon. Mit Kleinkind und entsprechend viel Gepäck war der zusätzliche Platz für uns Gold wert und der Nachwuchs konnte sich in Teilen austoben 😀

Halbpension & Restaurant: Eine Sache hat uns besonders gut gefallen

Unsere Pauschalreise beinhaltete Halbpension. Im Laufe unseres (noch kurzen) Reiselebens haben wir gemerkt, dass All Inclusive selten Sinn ergibt und gemessen am Preis Halbpension einfach die bessere Wahl ist. Ansonsten essen und trinken wir bei All Inclusive einfach, weil es dabei ist und nicht, weil uns wirklich danach ist. Kommt natürlich auch immer etwas auf den Urlaubsort und den -typ an 🙂

Sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen war die Auswahl am Buffet groß und geschmacklich waren wir insgesamt sehr zufrieden.

Doch was hat uns nun so besonders gut gefallen?

Wir hatten über unseren kompletten Aufenthalt einen festen Tisch im Restaurant. Anstatt zu den Stoßzeiten erst nach einem freien Platz suchen zu müssen, konnten wir direkt zu unserem Tisch gehen. Vor allem mit Kind im Gepäck ein wahrer Segen. Eine schienbare Kleinigkeit, die uns einfach super gut gefallen hat.

Pool, Spielplatz & Unterhaltung für Kinder

Die Hotelanlage selbst machte auf uns einen gepflegten Eindruck und das Personal war freundlich. Für Kinder gibt es unter anderem einen Kinderpool (bzw. eher ein kleineres Becken) und einen Spielplatz. Abends fanden zudem Minidisco und weitere Unterhaltungsangebote rund um den Pool statt. Das Wochenprogramm konnte im Eingangsbereich des Hotels auf einer Tafel abgelesen werden.

Pool im Grupotel Los Príncipes & Spa
Pool im Grupotel Los Príncipes & Spa

Unser Zimmer lag allerdings direkt am Pool. Dadurch war das Abendprogramm entsprechend zu hören. Uns hat das nicht sonderlich gestört, bei einem leichten Schlaf oder einem Kind, das früh absolute Ruhe braucht, würden wir bei der Buchung eher nach einem ruhiger gelegenen Zimmer fragen.

Unser Strand – Direkt an der Playa de Muro

Der größte Pluspunkt des Hotels war für uns eindeutig der direkte Zugang zur Playa de Muro. Morgens mussten wir keine Taschen ins Auto laden oder erst einen Parkplatz suchen. Ein paar Schritte und wir standen am Strand. Apropos parken: Das war tatsächlich etwas schwierig, da die Parkplätze zu Stoßzeiten immer voll waren.

Strand beim Grupotel Los Príncipes & Spa
Links befinden sich die Familienzimmer / Bungalows und rechts vom Pool die weiteren Zimmer

Zurück zum Strand. Die kostenpflichtigen Liegen haben wir trotzdem kaum genutzt. Vor unserem Hotel hätten zwei Liegen mit Sonnenschirm während unseres Aufenthalts ungefähr 20 Euro pro Tag gekostet. Stattdessen kauften wir für rund 8 Euro einen eigenen Sonnenschirm und kombinierten ihn mit Strandmuschel und großem Tuch.

Über zwei Wochen spart das schnell einen ordentlichen Betrag. Am letzten Tag haben wir den Schirm einfach an ein gerade angekommenes deutsches Paar weitergegeben. Die haben sich darüber gefreut und für unter 10 Euro hat der Sonnenschirm vielen Leuten eine Freude gemacht.

Kurzfazit zum Grupotel Los Príncipes & Spa

Für unseren Familienurlaub auf Mallorca hat das Hotel sehr gut funktioniert. Besonders die Lage direkt am Strand, das geräumige Zimmer und die Halbpension haben uns überzeugt.

Als klassisches Kinderhotel mit riesiger Animation und unzähligen Familienattraktionen würden wir es allerdings nicht beschreiben. Wer genau danach sucht, findet auf Mallorca wahrscheinlich passendere Anlagen. Für Familien, die Strandurlaub, etwas Kinderprogramm und eigene Ausflüge miteinander verbinden möchten, fanden wir das Los Príncipes dagegen sehr passend.

Unsere Mallorca-Route mit Mietwagen

Urlaub ist natürlich zur Entspannung da, aber gleichzeitig möchten wir auch etwas von dem jeweiligen Land sehen. Deshalb hatten wir uns für eine Woche einen Mietwagen geholt.

Unsere wichtigsten Stopps waren:

  • Alcúdia
  • Pollença & Port de Pollença
  • Cap Formentor
  • Sóller & Port de Sóller
  • Valldemossa
  • Palma
  • Es Trenc
  • Cala Gran in Cala d’Or

Den Mietwagen hatten wir vom 19. bis 26. Juni 2025 über CHECK24* von Deutschland aus gebucht. Damit wollten wir uns zum einen einen günstigen Preis sichern und zum anderen sichergehen, dass wir auch noch einen Mietwagen erhalten. Wir würden dir immer dazu raten, bereits aus der Heimat einen Mietwagen über Vergleichsplattformen wie CHECK24* zu reservieren, sodass du vor Ort möglichst keine bösen Überraschungen erlebst.

Mietwagen auf Mallorca bei ClickRent geholt
Übergabe des Mietwagens auf Mallorca bei ClickRent

Vor Ort lief die Anmietung letztlich über ClickRent. Bezahlt haben wir insgesamt 87,60 Euro, inklusive unbegrenzter Kilometer. 10,95 Euro davon fielen auf den zusätzlich gebuchten Kindersitz. Natürlich kannst du deinen Kindersitz / deine Babyschale auch in den Urlaub mitnehmen, für uns war die Miete aber deutlich einfacher. Tatsächlich hatten sie die Schale zunächst nicht vor Ort, nach einem kurzen Telefonat wurde diese aber innerhalb weniger Minuten vorbeigebracht 😀

Die Station von ClickRent lag ungefähr 20 Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Ich habe den Wagen deshalb einfach allein abgeholt und später wieder zurückgebracht. Beides verlief unkompliziert, der Kontakt war freundlich und insgesamt deutlich entspannter, als man es bei Mietwagenabholungen manchmal erwartet.

Entschieden haben wir uns für einen Suzuki Swift, der kompakt und gleichzeitig komfortabel ist. Unser Reisebuggy, der ABC Ping 3 Travel, hat inkl. Strandtasche und weiteren Utensilien mit Leichtigkeit in den Kofferraum gepasst. Dank seiner Kompaktheit waren aber auch engere Straßen und Parklücken kein Problem.

Rückblickend würden wir wieder nur einen Teil des Urlaubs mit Mietwagen planen. Dadurch hatten wir genug Tage für Ausflüge, mussten aber nicht zwei Wochen lang für ein Auto bezahlen, das an reinen Strand- und Hoteltagen ohnehin nur gestanden hätte.

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten auf Mallorca mit Kindern

Mallorca hat viel mehr zu bieten als den Ballermann und davon haben wir uns selbst mithilfe unseres Mietwagens überzeugt. So lernten wir historische Altstädte, Bergorte, Küstenstraßen, Strände und natürlich Palma selbst genauer kennen.

Alcúdia mit Kindern – Historische Altstadt & Markt

Alcúdia hat uns vor allem wegen seiner historischen Altstadt gefallen. Hinter der mittelalterlichen Stadtmauer liegen enge Gassen, kleine Plätze, Geschäfte und Cafés, durch die man sehr entspannt schlendern kann. Die Altstadt wird noch heute von großen Teilen der alten Befestigung umgeben. Die Mauer erstreckt sich über rund 1,5 Kilometer und besitzt mehrere erhaltene Tore. An manchen Stellen kannts du auch oben auf die Mauer gehen. Mit Kleinkind und Kinderwagen eher schwierig, aber abwechselnd haben wir uns einen Überblick von oben verschafft.

Blick von den Mauern auf Alcúdia
Blick von den Mauern auf Alcúdia

Zu den bekannten Bauwerken gehört außerdem die Pfarrkirche Sant Jaume, die direkt in die historische Befestigung eingebunden ist. Wenn du dich stärker für Geschichte interessierst, findest du unmittelbar bei der Altstadt zusätzlich die Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Pol·lèntia.

Mit Kleinkind fanden wir Alcúdia angenehm unkompliziert: Die Altstadt ist überschaubar, viele Wege lassen sich gut miteinander verbinden und man kann den Besuch flexibel kurz oder länger gestalten.

Pollença & Port de Pollença mit Kindern

Pollença und der Küstenort Port de Pollença lassen sich gut miteinander kombinieren, wirken aber ziemlich unterschiedlich. Während Pollença mit seinen Gassen, Plätzen und historischen Gebäuden eher wie ein klassischer mallorquinischer Ort wirkt, dreht sich in Port de Pollença deutlich mehr um Hafen, Promenade und Meer.

Pollença: Altstadt & Kalvarienberg

Wir haben Pollença vor allem bei einem entspannten Stadtbummel kennengelernt. Im Zentrum liegen kleine Gassen, Geschäfte und Plätze dicht beieinander, sodass sich der Ort ohne festen Plan gut erkunden lässt, ähnlich wie Alcúdia.

Eines der bekanntesten Ziele ist der Kalvarienberg (El Calvari). Hinauf führen 365 Stufen, die von Zypressen gesäumt werden. Oben steht eine kleine Kapelle; gleichzeitig soll sich ein weiter Blick über Pollença bieten.

Mit Buggy haben wir uns den Aufstieg allerdings gespart. Für uns war das in dem Moment schlicht nicht praktisch. Wenn du den Kalvarienberg unbedingt sehen möchtest, solltest du für den Nachwuchs eher eine Trage einplanen oder den Buggy unten lassen.

Port de Pollença & Wochenmarkt

Pollença lässt sich sehr gut mit der Hafenregion Port de Pollença kombinieren. Zu empfehlen ist dort der Wochenmarkt. Dieser startet mittwochs von 8 bis 13:30 Uhr auf der Plaça Miquel Capllonch statt und bietet knapp 200 Stände mit Lebensmitteln, Kunsthandwerk, Kleidung und typischen Produkten aus Mallorca.

Für uns war es aber hauptsächlich der Ausgangspunkt für den Shuttle Bus zum Cap Formentor. Warum wir trotz Mietwagen den Bus genommen haben, erklären wir dir im folgenden Abschnitt.

Cap Formentor: Anreise mit dem Bus & unsere Erfahrung

Das Cap Formentor gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Norden Mallorcas. Die Fahrt dorthin führt über eine kurvige Küstenstraße mit Aussichtspunkten, Buchten und am Ende dem Leuchtturm Far de Formentor.

Aufgrund des hohen Touristenaufkommens gibt es seit 2018 in den Sommermonaten, vom 1. Juni bis 30. Oktober zwischen 10 und 22 Uhr, eine konsequente Beschränkung der Zufahrt für motorisierte Fahrzeuge. Mit dem Fahrrad könntest du also dort hochfahren 🙂

Cap Formentor auf Mallorca
Schöne Aussicht am Cap Formentor, die schnell abgehakt ist

Dafür fahren die bereits erwähnten Shuttle Busse. Die Buslinie 334 startet entweder ab Port de Pollença oder ab Alcúdia. Die Aussicht während der Fahrt ist wirklich toll, ebenso natürlich am Ziel, dem Cap Formentor.

Ehrlicherweise hört damit aber auch der spannenden Teil auf. Es gibt ein Café dort oben, ein paar Ziegen und das war es auch schon. Wir sind direkt mit der nächsten Busverbindung, eine Stunde später, wieder bergab gefahren.

Sóller & Port de Sóller mit Kindern: Historische Straßenbahn

Sóller hat uns richtig gut gefallen, weil sich hier Stadtbummel und eine kleine Fahrt mit historischem Flair sehr schön verbinden lassen. Im Zentrum erwarten dich enge Gassen, hübsche Fassaden und die markante Kirche Sant Bartomeu an der Plaça de sa Constitució, die du sicherlich bereits von diversen Instagram-Posts kennst.

Wir sind zunächst durch Sóller geschlendert und haben uns die wichtigsten Ecken angesehen. Danach ging es mit der historischen Straßenbahn weiter Richtung Port de Sóller. Diese Fahrt war für uns eines der Highlights des Ausflugs, weil sie deutlich mehr Charakter hat als eine normale Busverbindung, mit ca. 10 Euro pro Person je Strecke aber auch nicht ganz günstig ist.

Als touritisches Highlight ist der Andrang auch entsprechend hoch. Die Fahrpläne kannst du dir online auf der offiziellen Website anschauen.

In Port de Sóller angekommen, haben wir es bewusst ruhig angehen lassen: ein bisschen am Wasser entlanglaufen, die Umgebung genießen und natürlich ein Eis essen. Der Hafen wirkt entspannter als viele touristische Küstenorte und eignet sich gut, um nach dem Stadtbummel noch etwas Zeit am Meer zu verbringen.

Mit Kleinkind hat die Kombination aus Stadt, Bahn und Hafen für uns sehr gut funktioniert, weil der Tag automatisch abwechslungsreich wird, ohne dass man ständig neue Programmpunkte einplanen muss.

Valldemossa: Schöne Landschaft, aber sehr touristisch

Valldemossa liegt mitten in der Serra de Tramuntana und gehört zu den bekanntesten Bergdörfern Mallorcas. Der Ort ist relativ kompakt und lässt sich gut bei einem Spaziergang erkunden. Besonders schön fanden wir die engen Gassen, die Natursteinfassaden und die Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Natürlich durfte auch hier das Eis nicht fehlen, dass mittlerweile fast zu jedem Ausflug für uns dazugehörte 😀

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört die Kartause von Valldemossa (Real Cartuja), in der im 19. Jahrhundert auch Frédéric Chopin und George Sand einige Zeit verbrachten. Wer sich stärker für Geschichte oder Musik interessiert, kann dort deutlich mehr Zeit einplanen. Wir selbst haben den Ort vor allem bei einem Spaziergang durch die Gassen kennengelernt.

Valldemossa – Blick auf die Umgebung und Berge
Valldemossa – Blick auf die Umgebung und Berge

Direkt bei der Ankunft ist uns jedoch aufgefallen, wie touritisch der Ort doch ist (und ja, auch wir sind Teil des Problems). Während unseres Besuchs kamen immer wieder größere Reisegruppen und Busse an. Der Ort kämpft gerade in der Hauptsaison regelmäßig mit hohem Besucheraufkommen und Verkehrsproblemen. Wenn wir schon dabei sind: Für gut 7 Stunden parken haben 4,50 Euro bezahlt.

Trotzdem hat uns Valldemossa gut gefallen. Die Lage im Gebirge, die Architektur und die Aussicht machen den Ort sehenswert. Man sollte nur nicht mit der Vorstellung kommen, dort ganz allein durch ein ruhiges Bergdorf zu schlendern.

Palma mit Kindern: Gemeinsam die Hauptstadt erkunden

Die Hauptstadt Palma musste natürlich auf Mallorca ebenfalls erkundet werden. Natürlich auch wieder mit Eis 😀

Im Vergleich zu Orten wie Valldemossa oder Pollença ist die Hauptstadt natürlich deutlich größer und voller, dafür gibt es entsprechend mehr zu sehen. Wir haben uns vor allem auf die Altstadt und die bekanntesten Sehenswürdigkeiten konzentriert und den Tag ansonsten entspannt angehen lassen.

Geparkt haben wir in einer Tiefgarage „Aparcament Manacor – SMAP“ neben dem Parque Krekovic. Von dort aus konnten wir gemütlich zu Fuß in die Innenstadt laufen. Wahlweise steht aber auch eine Bushaltestelle direkt dort zur Verfügung. Besonders nützlich: Gegenüber ist ein Supermarkt. Vor der Heimreise haben wir uns noch gekühlte Getränke geholt 🙂

Die Kathedrale „La Seu" in Palma
Die Kathedrale „La Seu“ in Palma

In puncto Sehenswürdigkeiten ist die Kathedrale La Seu, die direkt am Parc de la Mar liegt, eine gute erste Anlaufstelle. Die gotische Kathedrale gehört zu den bekanntesten Bauwerken Mallorcas. Wir haben auf eine Besichtigung im Inneren verzichtet und lediglich die Kathedrale von Außen besichtigt. Dort stehen auch viele Kutschen, die auf Touristen abzielen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es den Pferden in der prallen Sonne und bei der Belastung nicht allzu ging.

Von der Kathedrale La Seu aus lohnt es sich, einfach weiter durch die Altstadt von Palma zu laufen. Der historische Stadtkern gehört zu den größten und besterhaltenen Europas und besteht aus einem Mix aus engen Gassen, Innenhöfen, historischen Häusern, Geschäften und Cafés.

Zu den klassischen Stopps rund um die Kathedrale zählen außerdem der Königspalast La Almudaina, die alten Stadtmauern und natürlich der Parc de la Mar.

Tipp zum Abschluss: Unser Eis haben wir im Ca’n Miquel geholt. Nicht so überlaufen und sehr lecker 🙂

Die 3 besten Strände auf Mallorca mit Kindern

Während unseres Urlaubs haben wir drei ziemlich unterschiedliche Strände besucht: Playa de Muro, Es Trenc und Cala Gran in Cala d’Or. Wie uns die Strände gefallen haben und ob sie sich mit Kindern lohnen, verraten wir dir in den folgenden Abschnitten.

Playa de Muro: Unser Favorit mit Kleinkind

Die Playa de Muro lag direkt vor unserem Hotel und war dadurch mit Abstand der unkomplizierteste Strand für uns. Der Sand ist fein, das Wasser fällt relativ flach ab und der Strand zieht sich sehr weit entlang der Küste.

Mit Kleinkind fanden wir genau diese Kombination besonders angenehm. Wir mussten nichts ins Auto laden, keinen Parkplatz suchen und konnten spontan entscheiden, wie lange wir bleiben wollten.

Pop-up-Zelt am Strand auf Mallorca
Dieses Pop-Up-Zelt begleitet uns auf diversen Urlauben und hat sich mehr als gelohnt 😀

In der Hauptsaison kann es natürlich voll werden, durch die Länge des Strandes verteilt sich der Andrang aber besser als in kleineren Buchten. Wie bereits oben erwähnt, waren die vergleichsweise kostenintensivere Liegen nichts für uns. Ansonsten der für uns optimalste Strand.

Es Trenc: Naturstrand mit viel Platz

Es Trenc im Süden Mallorcas fühlt sich deutlich naturbelassener an. Der Strand ist lang, der Sand hell und das Wasser bei guten Bedingungen wunderschön klar.

Auch hier geht es an vielen Stellen relativ flach ins Meer. Im Vergleich zur Playa de Muro mussten wir für den Besuch allerdings mehr planen: Anreise mit dem Auto, Parkplatz suchen und anschließend das Strandzeug ein Stück tragen.

Strand „Es Trenc" auf Mallorca
Strand „Es Trenc“ auf Mallorca

Für das Parken haben wir damals 8 Euro für den Tag bezahlt. Bei unserem Besuch war außerdem spürbar mehr los, als wir zunächst erwartet hatten. Entsprechend voll ist der lange Strandabschnitt. Teilweise waren auch viele Algen im Wasser, dagegen kann man allerdings nichts machen.

Insgesamt dennoch ein schöner Strand, auch mit Kind 🙂

Cala Gran in Cala d’Or: Kleine Bucht mit viel Infrastruktur

Komplett anders war unser Eindruck von Cala Gran. Statt eines langen offenen Strandes erwartet dich eine kleinere Bucht mit türkisfarbenem Wasser und deutlich dichterer Bebauung rundherum. Irgendwie hatte das aber seinen ganz eigenen Charme.

Cala Gran Bucht auf Mallorca
Cala Gran ist eine wunderschöne Bucht auf Mallorca

Dadurch hast du Restaurants, Cafés und Geschäfte direkt in der Nähe, gleichzeitig verteilt sich der Besucherandrang aber auf deutlich weniger Fläche. Bei unserem Besuch war es entsprechend voller und enger. Deine Ruhe wirst du hier nicht wirklich bekommen. Zudem ist das Wasser nicht so schön flach wie bei anderen Stränden.

Mit Kind ist die vorhandene Infrastruktur praktisch, wenn du zwischendurch etwas essen, trinken oder schnell etwas besorgen möchtest. Wer dagegen vor allem Ruhe und viel Platz sucht, dürfte sich an einem längeren Strand wohler fühlen.

In Cala d’Or gibt es noch weitere kleine Buchten, die ähnlich aufgebaut sind und sich gut miteinander kombinieren lassen. An sich also eine schöne Bucht, besonders in Hinblick auf den Nachwuchs gibt es allerdings bessere Optionen.

Cala Gran in Cala d’Or ist sehr beliebt
Rechts ist zu erkennen, wie voll der Strand ist

Unsere Tipps für Mallorca mit Kleinkind

Damit näheren wir uns dem Schluss unseres dann doch etwas ausführlichen Reisebericht zu Mallorca mit Kindern. Unsere wichtigsten Tipps möchten wir dir deshalb zum Ende noch einmal zusammenfassen:

  • Nicht jeden Tag verplanen
    Zwei Wochen waren für uns ideal, weil wir aktive Tage und reine Strand- oder Hoteltage abwechseln konnten. So wurde aus dem Urlaub keine Dauer-Rundreise.
  • Mietwagen nur für einen Teil des Urlaubs buchen
    Für unsere Ausflugswoche war das Auto extrem praktisch. An den restlichen Tagen hätten wir es kaum gebraucht. Dadurch konnten wir flexibel bleiben, ohne für zwei Wochen Mietwagenkosten zu zahlen.
  • Bei Ausflügen auf kurze Wege achten
    Orte wie Alcúdia, Pollença oder Valldemossa lassen sich angenehm ohne stundenlanges Programm erkunden. Das fanden wir mit Kleinkind deutlich entspannter als vollgepackte Tagespläne.
  • Cap Formentor vorher prüfen
    Die Zufahrtsregeln ändern sich saisonal. Wir sind ab Port de Pollença mit dem Bus gefahren. Wer mit dem Mietwagen plant, sollte die aktuellen Regelungen vorab kontrollieren.
  • Für Bergorte lieber nicht nur auf den Buggy setzen
    In Pollença haben wir den Kalvarienberg wegen der langen Treppe ausgelassen. Auch in Valldemossa sind manche Gassen mit Buggy etwas unpraktischer. Eine Trage kann je nach Ausflugsplan eine sinnvolle Ergänzung sein.
  • Eigener Sonnenschutz spart Geld
    Unser günstiger Sonnenschirm plus Strandmuschel und Tuch war über zwei Wochen deutlich günstiger als täglich Liegen zu mieten.
  • Nicht nur die bekannten Orte abhaken
    Uns hat Mallorca gerade deshalb gefallen, weil sich Stadt, Bergdorf, Strand und Hafen ständig abgewechselt haben. Ein Eis in Sóller oder Valldemossa war am Ende genauso Teil des Urlaubs wie die großen Sehenswürdigkeiten.

FAQ – Häufige Fragen zu Mallorca mit Kindern

Ist Mallorca mit Kleinkind geeignet?

Ja, Mallorca ist gut mit Kleinkind geeignet. Du findest viele flach abfallende Strände, kurze Wege zwischen verschiedenen Ausflugszielen und eine große Auswahl an familienfreundlichen Hotels.

Welche Gegend auf Mallorca eignet sich mit Kindern?

Uns hat der Norden rund um Playa de Muro und Alcúdia sehr gut gefallen. Du hast dort lange Sandstrände, eine gute touristische Infrastruktur und erreichst Ausflugsziele wie Alcúdia, Pollença und Cap Formentor vergleichsweise schnell.

Welcher Strand auf Mallorca ist der beste mit Kleinkind?

Der beste Strand auf Mallorca mit Kleinkind ist für uns die Playa de Muro. Der Strand ist lang, der Sand fein und das Wasser fällt vergleichsweise flach ab. Gleichzeitig verteilt sich der Besucherandrang dort besser als in kleinen Buchten.

Braucht man auf Mallorca mit Kindern einen Mietwagen?

Du brauchst mit Kindern auf Mallorca nicht zwingend einen Mietwagen. Wenn du hauptsächlich im Hotel und am Strand bleiben möchtest, kannst du problemlos ohne Mietwagen auskommen.

Wenn du Mallorca aber individuell erkunden möchtest, würden wir zumindest für einige Tage ein Auto buchen. Wir hatten unseren Mietwagen für eine Woche und konnten damit Palma, Sóller, Valldemossa, Alcúdia und verschiedene Strände flexibel besuchen. Für uns war das die ideale Lösung.

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